22.07.2026
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Sie haben einen Fensterhersteller mit einem interessanten Angebot gefunden: guter Preis, akzeptable Lieferzeiten, solides Profil. Vor der ersten Bestellung lohnt es sich jedoch, nach der vollständigen technischen Dokumentation zu fragen.

Diese Frage ist keine Formalität. Sie ist einer der schnellsten Wege, um zu prüfen, mit wem Sie es tatsächlich zu tun haben. Ein Hersteller, der ohne unnötige Verzögerung die CE-Kennzeichnung, die Leistungserklärung und konkrete Kennwerte für die gewählte Fensterkonfiguration liefert, sendet ein klares Signal: Er kennt die Realität des Exportgeschäfts. Ein Hersteller, der auf diese Frage mit Schweigen reagiert oder auf einen allgemeinen Katalog verweist, sendet ebenfalls ein Signal, und es lohnt sich, dieses vor der Vertragsunterzeichnung zu lesen und nicht erst nach der ersten Reklamation. Dieser Beitrag erklärt, welche Dokumente Sie suchen sollten, worauf Sie darin achten und warum gerade diese Daten über die Qualität der Zusammenarbeit mit einem Fensterlieferanten auf dem deutschen Markt entscheiden.

 

Warum ist die technische Dokumentation schon vor der ersten Bestellung wichtig?

Im B2B-Vertrieb von Fenstern ist die technische Dokumentation genauso wichtig wie das Produkt selbst. Ein Fachhändler kauft nicht nur das Fenster als physisches Erzeugnis, sondern auch die Daten, die er anschließend in jeder Phase des Verkaufs nutzt: in Angeboten für Endkunden, in Gesprächen mit Planern und ausführenden Betrieben, bei der Betreuung von Neubau- und Sanierungsprojekten sowie bei möglichen Reklamationen. Fehlt eine vollständige Dokumentation, wird nahezu jede dieser Phasen komplizierter. Ohne sie lassen sich die Angebote mehrerer Hersteller nur schwer nach denselben Kriterien vergleichen. Es ist schwierig, eine detaillierte Frage des Endkunden zu beantworten. Es ist schwierig, ein belastbares Angebot für ein Bauvorhaben zu erstellen, bei dem die Planung konkrete Werte vorgibt. Und es ist schwierig zu beurteilen, ob ein bestimmtes Fenster die Anforderungen eines konkreten Gebäudes an Schallschutz oder Witterungsbeanspruchung erfüllt.

Auf dem deutschen Markt wiegen diese Schwierigkeiten besonders schwer. Deutsche Kunden, sowohl private Bauherren als auch ausführende Betriebe, sind es gewohnt, dass technische Daten zu Fenstern verfügbar, präzise und überprüfbar sind. Das Thema Fenster ist sehr oft mit der Energieeffizienz des Gebäudes und den Anforderungen des GEG (Gebäudeenergiegesetz) verknüpft. Deshalb kann bereits im ersten Verkaufsgespräch die Frage nach einem konkreten Wärmedurchgangskoeffizienten fallen. Ein Fachhändler, der darauf nicht antworten kann, verliert den Kunden, meist an jemanden, der diese Daten parat hat.

 

CE-Kennzeichnung bei Fenstern: Was sie bedeutet und was nicht

Manche Händler betrachten die CE-Kennzeichnung als eine Art Qualitätszertifikat. Tatsächlich besagt die CE-Kennzeichnung bei Fenstern, dass der Hersteller das Produkt dem vorgesehenen Verfahren unterzogen hat, eine Leistungserklärung erstellt hat und das Produkt gemäß den geltenden Anforderungen auf dem Markt der Europäischen Union in Verkehr bringen darf. Es handelt sich also um ein Konformitätszeichen im Zusammenhang mit dem Inverkehrbringen, nicht um eine Bewertung der Qualität oder der Eignung für einen bestimmten Verwendungszweck. Zwei Fenster können beide eine CE-Kennzeichnung tragen und sich gleichzeitig in jeder technischen Hinsicht grundlegend unterscheiden. Das eine kann einen Wärmedurchgangskoeffizienten Uw von 1,1 W/(m²K) erreichen, das andere 0,7 W/(m²K). Das eine kann eine höhere Klasse der Schlagregendichtheit aufweisen, das andere eine bessere Schalldämmung.

Für den Fachhändler ergibt sich daraus ein konkreter Schluss: Zu prüfen, ob ein Fenster die CE-Kennzeichnung trägt, ist notwendig, aber nicht ausreichend. Sie ist die Grundvoraussetzung dafür, das Produkt auf dem EU-Markt verkaufen zu können, beantwortet aber nicht die Frage, welche Eigenschaften das jeweilige Bauelement tatsächlich besitzt. Um diese Antwort zu erhalten, muss man zur Leistungserklärung greifen.

 

Leistungserklärung: Wo stehen die Daten, die der Verkäufer braucht?

Die Leistungserklärung (Declaration of Performance, DoP) ist ein vom Hersteller erstelltes Dokument, in dem er die erklärten Kennwerte eines konkreten Produkts angibt. Hier findet der Fachhändler die Zahlen und Werte, mit denen er das Produkt technisch beurteilen und mit dem Angebot anderer Lieferanten vergleichen kann. Der Unterschied zwischen CE-Kennzeichnung und Leistungserklärung ist einfach. Die CE-Kennzeichnung ist ein Zeichen, das mit dem Inverkehrbringen des Produkts verbunden ist. Ihr Vorhandensein bestätigt, dass der Hersteller die Formalitäten erfüllt hat. Die Leistungserklärung dagegen ist die Informationsquelle, die eine technische Bewertung des Produkts ermöglicht. In ihr können unter anderem stehen: der Wärmedurchgangskoeffizient des gesamten Fensters (Uw), die Schalldämmung, die Schlagregendichtheit, die Luftdurchlässigkeit, die Widerstandsfähigkeit bei Windlast, die Eigenschaften des eingesetzten Glaspakets oder die Einbruchhemmung, sofern sie sich auf eine konkrete, geprüfte Produktkonfiguration bezieht.

Wichtig ist dabei: Nicht jeder Kennwert muss in jeder Leistungserklärung enthalten sein. Hat der Hersteller ein Merkmal nicht geprüft oder sich entschieden, dazu keine Leistung zu erklären, kann in der Dokumentation der Vermerk „NPD“ (No Performance Determined, keine Leistung festgelegt) erscheinen. Das ist nicht automatisch ein Mangel des Produkts, aber der Fachhändler sollte vor der Bestellung davon wissen, um beurteilen zu können, ob das Fehlen dieses Kennwerts für seine Kunden Bedeutung hat.

Für den Handelspartner ist die Leistungserklärung aus mehreren praktischen Gründen wichtig. Sie ermöglicht ein belastbares und überprüfbares Angebot, sie liefert die Grundlage für fachlich fundierte Antworten auf technische Kundenfragen, sie erlaubt den Vergleich der Produkte mehrerer Lieferanten nach denselben Kriterien und sie verringert das Risiko von Missverständnissen bei der Auftragsabwicklung, sowohl bei der Produktauswahl als auch nach der Lieferung.

 

Kennwerte, die Sie vor der Fensterbestellung prüfen sollten

Die Bitte um „die Dokumentation“ ist ein guter Einstieg in das Gespräch mit dem Lieferanten, reicht aber nicht aus. Um das Angebot eines Herstellers wirksam zu prüfen, muss man wissen, welche Daten im Verkauf tatsächlich zählen. Betrachten wir daher die wichtigsten Kennwerte, die vor der ersten Bestellung einen Blick wert sind.

 

Wärmedurchgangskoeffizient des gesamten Fensters

Das ist einer der Schlüsselwerte beim Fensterverkauf auf dem deutschen Markt. Der Uw-Wert bezieht sich auf das gesamte Fenster, also auf Rahmen und Verglasung zusammen, und nicht allein auf das Glaspaket. Er darf nicht mit dem Ug-Wert verwechselt werden, der sich auf die Verglasung bezieht: Er klingt ähnlich, beschreibt aber eine andere Größe. Auf dem deutschen Markt, wo der GEG Fenster U-Wert ein regelmäßiges Gesprächsthema mit Kunden und Planern ist, muss der Fachhändler den Uw-Wert für die konkrete Konfiguration des Produkts kennen, das er verkaufen will. Die allgemeine Aussage „gute Wärmedämmung“ genügt nicht, wenn der Kunde mit einer Planung kommt und nach einer Zahl fragt.

 

Schalldämmung

Ein Kennwert, der überall dort wichtig ist, wo Fenster vor Lärm schützen sollen: an belebten Straßen, in der Nähe von Verkehrswegen, in Industriegebieten, aber auch in Büros und Hotels in Innenstadtlagen. Fragt der Kunde nach Lärmschutz, hilft die Antwort „leise Fenster“ nicht weiter. Gebraucht wird ein Wert in Dezibel, zum Beispiel das bewertete Schalldämm-Maß Rw. Ein Fachhändler, der diesen Kennwert kennt, spricht mit dem Kunden auf technischer Ebene. Ein Fachhändler, der ihn nicht kennt, verliert an Glaubwürdigkeit.

 

Schlagregendichtheit und Luftdurchlässigkeit

Diese beiden Kennwerte beschreiben die Dichtheit der Bauelemente und sind vor allem bei Gebäuden von Bedeutung, die starkem Wind, Regen und wechselnden Witterungsbedingungen ausgesetzt sind. Die Klasse der Schlagregendichtheit sagt aus, bis zu welchem Wasserdruck das Fenster dicht bleibt. Die Klasse der Luftdurchlässigkeit zeigt, wie dicht das Bauelement bei unterschiedlichen Druckdifferenzen ist. Beide Kennwerte können in Ausschreibungsunterlagen oder in den Anforderungen des Endkunden auftauchen.

 

Widerstandsfähigkeit bei Windlast

Ein Kennwert, der bei größeren Verglasungen wichtig ist, bei Gebäuden in exponierten Lagen, etwa in Bergregionen, an der Küste oder bei starker Windbelastung, sowie bei Projekten, die eine bestimmte Klassifizierung verlangen. Der Lieferant sollte diesen Wert für die konkrete Produktkonfiguration angeben können.

 

Einbruchhemmung

Bei diesem Kennwert ist besondere Sorgfalt geboten. Die Widerstandsklasse RC (Resistance Class) nach EN 1627 bezieht sich immer auf eine konkrete Produktkonfiguration: auf ein bestimmtes Profil, eine bestimmte Verglasung, bestimmte Beschläge und eine bestimmte Art der Montage. Sie ist keine Eigenschaft, die automatisch für das gesamte Produktprogramm gilt. Gibt ein Lieferant eine RC-Klasse an, sollte er eindeutig benennen, für welche Variante diese Angabe gilt. Ein Fenster allein auf Grundlage einer allgemeinen Aussage als einbruchhemmend zu verkaufen, ohne Bezug zu einer konkreten Konfiguration, birgt erhebliche Risiken, im Reklamationsfall ebenso wie im Einbruchsfall.

 

Fenster und die GEG-Anforderungen: Warum fragt der deutsche Kunde nach dem Uw-Wert?

GEG Fenster ist ein Thema, das in Gesprächen mit Kunden aus dem deutschen Markt regelmäßig auftaucht. Das Gebäudeenergiegesetz, das Gesetz zur Energieeffizienz von Gebäuden, legt Anforderungen an den Energiebedarf von Gebäuden fest, und Fenster sind eines der Elemente, die in diesen Berechnungen erheblich ins Gewicht fallen. „GEG Fenster“ ist die Kurzformel, mit der deutsche Kunden, Verarbeiter und Planer über die energetischen Anforderungen an Fenster sprechen. Für den Fachhändler ergibt sich daraus vor allem eine praktische Konsequenz: Der Kunde kann nach einem konkreten Uw-Wert fragen, bevor er überhaupt entschieden hat, ob er sich ein Angebot ansehen möchte.

Die Kennwerte der Verglasung allein genügen nicht. Der Bauherr, der eine geförderte Sanierung plant, der Planer, der die Energiebilanz berechnet, der Verarbeiter, der ein Bauvorhaben nach Ausschreibung umsetzt: Sie alle brauchen den Wert für das gesamte Fenster und nicht für das Glaspaket allein. Stellt ein Hersteller die Uw-Werte für die konkreten Konfigurationen seiner Produkte nicht bereit, steht der Fachhändler vor einem Problem, das sich unmittelbar in verlorenen Anfragen niederschlägt.

Eine vollständige technische Dokumentation mit klar ausgewiesenem Uw-Wert erleichtert den Verkauf in jeder Phase. Besonders dann, wenn der Kunde aktiv die Angebote mehrerer Lieferanten vergleicht und weiß, wonach er sucht. Ein Fachhändler, der diese Daten sofort nennen kann, hat einen realen Vorsprung gegenüber demjenigen, der erst „beim Hersteller nachfragen und zurückrufen“ muss.

 

Die neue Bauprodukteverordnung (EU) 2024/3110: Was ändert sich ab 2026?

Die neue EU-Bauprodukteverordnung (Nr. 2024/3110) löst die bisherigen Vorschriften schrittweise ab und ordnet die Regeln für das Inverkehrbringen von Bauprodukten auf dem europäischen Markt neu. Sie greift stufenweise: Ein Teil der Pflichten gilt ab 2026, weitere werden später auf Grundlage nachfolgender Rechtsakte eingeführt.

Die neuen Vorschriften legen deutlich mehr Gewicht auf die Transparenz der Produktdaten. Der Hersteller muss die Informationen zum Produkt eindeutig und zugänglich bereitstellen können. Es wächst die Bedeutung der Rückverfolgbarkeit, also der Möglichkeit, die Geschichte eines Produkts entlang der Lieferkette nachzuvollziehen. Die Verordnung schafft außerdem den Rahmen für eine digitale Dokumentation, unter anderem für den digitalen Produktpass, der künftig technische und umweltbezogene Daten eines Produkts in standardisierter Form bündeln soll. Eine immer größere Rolle spielen auch Umweltinformationen, also Daten zu den Auswirkungen des Produkts auf die Umwelt.

Die regulatorischen Änderungen erhöhen den Wert einer Zusammenarbeit mit einem Hersteller, der technische Daten schnell und klar bereitstellen kann. Ein Lieferant, der heute keine fertige Leistungserklärung hat oder die Kennwerte für eine konkrete Konfiguration nicht benennen kann, dürfte in den kommenden Jahren noch größere Schwierigkeiten haben. Es lohnt sich also, schon jetzt Lieferanten zu wählen, die ihre technische Dokumentation geordnet haben und darauf vorbereitet sind, dass die Anforderungen an Daten weiter steigen.

 

Checkliste: Was Sie vor der ersten Bestellung vom Lieferanten verlangen sollten

Bevor Sie sich für eine Zusammenarbeit entscheiden, lohnt es sich, den Hersteller nach einer Zusammenstellung von Daten und Dokumenten zu fragen.

Grunddokumente:

  • CE-Kennzeichnung,
  • Leistungserklärung,
  • Angaben zur Identifikation von Produkt und Hersteller,
  • Information, auf welche Konfiguration sich die Dokumentation bezieht.

Technische Kennwerte

  • Wärmedurchgangskoeffizient des gesamten Fensters,
  • Kennwerte der Verglasung,
  • Schalldämmung, sofern sie im Verkauf eine Rolle spielt,
  • Klasse der Schlagregendichtheit,
  • Klasse der Luftdurchlässigkeit,
  • Widerstandsfähigkeit bei Windlast,
  • Einbruchhemmung, sofern für das Produkt zutreffend.

Im Verkauf nützliche Dokumente

  • Produktdatenblatt,
  • Montage- oder Bedienungsanleitung, sofern erforderlich,
  • Garantiebedingungen,
  • Regelungen zur Reklamationsabwicklung,
  • Informationen zu den verfügbaren Konfigurationen,
  • Kontaktdaten der Person, die für die Exportbetreuung zuständig ist.

 

Kontrollfragen, die Sie dem Lieferanten stellen sollten

Vor der Entscheidung lohnt es sich, dem Hersteller einige konkrete Fragen zu stellen. Bezieht sich die Dokumentation genau auf die Fensterkonfiguration, die ich bestellen möchte? Welche Kennwerte wurden erklärt, welche fehlen in der Leistungserklärung und warum? Kann ich die Dokumente vor der ersten Bestellung erhalten? Wer beantwortet beim Hersteller technische Fragen, und in welcher Zeit ist mit einer Antwort zu rechnen? Kann die Dokumentation unmittelbar im Gespräch mit dem Endkunden oder dem Planer verwendet werden?

Ein Hersteller, der diese Fragen konkret und ohne unnötige Verzögerung beantwortet, zeigt, dass er die B2B-Beziehung nicht nur bei der Vertragsunterzeichnung ernst nimmt, sondern auch in der täglichen Zusammenarbeit. Ein solcher Hersteller ist Domel: Als Hersteller von Fenstern und Türen mit Erfahrung im Export stellt Domel seinen Handelspartnern eine vollständige technische Dokumentation, Daten für konkrete Produktkonfigurationen sowie einen direkten Kontakt zum Ansprechpartner für den Export zur Verfügung.

 

FAQ: die häufigsten Fragen

Ist die CE-Kennzeichnung ein Qualitätszertifikat für Fenster?

Nein. Die CE-Kennzeichnung ist kein Qualitätszertifikat, sondern ein Konformitätszeichen, das mit dem Inverkehrbringen eines Bauprodukts auf dem EU-Markt verbunden ist. Ihr Vorhandensein bestätigt, dass der Hersteller eine Leistungserklärung erstellt und die erforderlichen Formalitäten erfüllt hat. Sie bewertet dagegen nicht, ob ein Produkt besser oder schlechter ist als das der Konkurrenz. Dafür braucht es die Analyse der konkreten Kennwerte aus der Leistungserklärung.

Worin unterscheiden sich CE-Kennzeichnung und Leistungserklärung?

Die CE-Kennzeichnung ist ein Zeichen, das am Produkt und in den Dokumenten sichtbar ist und mit der Zulassung des Produkts zum Markt zusammenhängt. Die Leistungserklärung ist ein eigenständiges Dokument, in dem der Hersteller konkrete technische Daten angibt, etwa den Wärmedurchgangskoeffizienten, die Schalldämmung, die Schlagregendichtheit, die Luftdurchlässigkeit und weitere Eigenschaften.

Genügt die Information über die CE-Kennzeichnung vor der Fensterbestellung?

Nein. Der Handelspartner sollte zusätzlich die Leistungserklärung und die Kennwerte für die konkrete Fensterkonfiguration anfordern. Das CE-Zeichen allein zeigt nicht, ob ein bestimmtes Fenster die Anforderungen eines konkreten Bauvorhabens erfüllt.

Welche Kennwerte sollten in der Fensterdokumentation enthalten sein?

Prüfen sollten Sie vor allem den Wärmedurchgangskoeffizienten des gesamten Fensters (Uw), die Schalldämmung, die Schlagregendichtheit, die Luftdurchlässigkeit sowie die Widerstandsfähigkeit bei Windlast. Soll ein Fenster als einbruchhemmend verkauft werden, ist die Angabe der RC-Klasse für die konkrete Produktkonfiguration unverzichtbar.

Bezieht sich der Uw-Wert auf die Verglasung oder auf das gesamte Fenster?

Der Uw-Wert bezieht sich auf das gesamte Fenster. Er darf nicht mit dem Ug-Wert verwechselt werden, der sich auf die Verglasung bezieht. In Gesprächen mit Kunden aus dem deutschen Markt sollten Sie sich vergewissern, dass der Lieferant den Kennwert für das komplette Produkt angibt.

Warum sind die GEG-Anforderungen für den Fensterverkauf in Deutschland wichtig?

Die GEG-Anforderungen hängen mit der Energieeffizienz von Gebäuden zusammen. Deshalb fragen deutsche Kunden häufig nach dem Uw-Wert und erwarten Dokumente, mit denen sich prüfen lässt, ob ein Fenster zu einem konkreten Bauvorhaben oder einer Sanierung passt.

Enthält die Leistungserklärung immer alle Kennwerte?

Nicht immer. Manche Eigenschaften können ohne Angabe bleiben, wenn der Hersteller dazu keine Leistung erklärt. Deshalb lohnt es sich, vor der Bestellung zu prüfen, welche Kennwerte angegeben sind und welche fehlen.

Gilt die RC-Klasse immer für jedes Fenster?

Nein. Die Einbruchhemmung bezieht sich auf eine konkrete Produktkonfiguration. Gibt ein Lieferant eine RC-Klasse an, sollte er klar benennen, für welche Variante von Fenster, Beschlägen, Verglasung und Montage diese Angabe gilt.

Was ändert die neue Bauprodukteverordnung (EU) 2024/3110?

Die neuen Vorschriften stärken die Bedeutung transparenter Produktdaten, der Rückverfolgbarkeit und der digitalen Dokumentation. Für den Fachhändler bedeutet das: Es lohnt sich, Lieferanten zu wählen, die ihre technischen Daten schon heute geordnet haben und sie schnell bereitstellen können. Die Anforderungen an die Dokumentation werden steigen, und Partner, die auf diese Entwicklung nicht vorbereitet sind, werden in der Zusammenarbeit zunehmend schwierig.

Wonach sollten Sie den Lieferanten vor der ersten Bestellung fragen?

Fragen Sie nach der CE-Kennzeichnung, der Leistungserklärung, den Kennwerten für die konkrete Fensterkonfiguration, den Garantiebedingungen, den Montage- oder Bedienungsanleitungen sowie nach dem Kontakt zu der Person, die für den technischen Support oder die Exportbetreuung zuständig ist.

 

Fazit: Ein guter Lieferant liefert nicht nur ein Produkt

Bei der Wahl eines Fensterlieferanten ist die technische Dokumentation keine Zugabe, sondern die Grundlage eines sicheren Verkaufs. CE-Kennzeichnung und Leistungserklärung ermöglichen es dem Fachhändler zu prüfen, was ein Hersteller tatsächlich anbietet: welche Kennwerte er erklärt, welche Eigenschaften geprüft wurden und ob sich das Produkt für das eigene Sortiment eignet.

Ein guter Lieferant produziert nicht nur Fenster. Er liefert auch die Daten, die der Handelspartner im täglichen Verkauf braucht, ohne unnötige Verzögerung und ohne dass dieselben Informationen mehrfach angefragt werden müssen.

Wenn Sie einen Fensterhersteller suchen, der auf die Exportzusammenarbeit mit dem deutschen Markt vorbereitet ist, die Anforderungen an die Dokumentation versteht und bereit ist, vollständige technische Daten schon vor der ersten Bestellung bereitzustellen: Sprechen Sie den Ansprechpartner für den Export bei Domel an und fragen Sie nach der technischen Dokumentation für die gewünschte Fensterkonfiguration.